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Förderprogramm: Kleine Fächer - große Potenziale
Projektlaufzeit: 01.12.2018 - 30.11.2021

Die öffentliche Kommunikation auf dem Westbalkan nach 2000 zwischen Nationalisierung und Europäisierung. Eine diskurslinguistische Untersuchung.

Das Ziel des Projektes ist es, einen sprachlich-kommunikativen Wandel im politischen und medialen Diskurs bezogen auf die Strukturen und Inhalte der Konzepte NATION und EUROPA aufzuzeigen. Im Mittelpunkt der Analyse stehen die Republik Nordmazedonien und Montenegro, zwei in der Forschung vergleichsweise wenig beachtete Länder des Westbalkan. Analytisch werden zwei traditionelle Bereiche der Öffentlichkeit, Politik und Medien, berücksichtigt. Das Projekt ist methodologisch im Bereich der interdisziplinären Diskurslinguistik verortet.
 
Die Länder des westlichen Balkans haben seit Ende der 1990er Jahre vielfältige und tiefgreifende Transformationsprozesse durchlaufen. Zum einen umfassen sie die Formen politischer und sozialer Ordnung wie die Unabhängigkeit Montenegros 2006 und der NATO-Beitritt 2017 oder interethnische Konflikte in Mazedonien 2001 und die Namensänderung in Nordmazedonien 2018, um nur einige zu nennen. Zum anderen spiegeln sich Transformationsprozesse in Form von Wiederherstellung symbolischer Orientierungen durch semiotische und linguistische Mittel wider. Diese Prozesse können als eine spezifische Art von Kommunikationskrise betrachtet werden, da sie einen permanenten Identitätskampf erzeugen. Die Fragen nach Formen und Inhalten von kollektiven Identitäten, Inklusion/Exklusion, Sicherheit/Gefahr, Partikularismus/Universalismus werden sprachlich-diskursiv entworfen, gesteuert und weitergetragen. Sie münden in zwei derzeit europaweit brisanten Konzepten, NATION und EUROPA. Diese Konzepte prägen entscheidend nicht nur die kollektive Selbstverortung beider Länder, sondern beeinflussen auch die gesellschaftlich-politischen Praktiken über die Region hinaus.
 
Neben mazedonischen und montenegrinischen Quellen werden Texte aus dem politischen und medialen Diskurs Deutschlands mit thematischem Bezug zum Westbalkan ausgewertet. Damit wird zum einen die Dialogizität in den kommunikativen Strukturen aufgezeigt, da die deutschen Akteure eine gegenwärtig prägende Rolle in Bezug auf die EU-Perspektive der betreffenden Länder haben (Westbalkankonferenz). Zum anderen soll die Hypothese geprüft werden, ob die Konzepte NATION und EUROPA aktuell ähnliches Transferpotenzial aufweisen wie einst die historisch bekannte deutsche Vorbildrolle in der Entwicklung und Übernahme des Konzeptes der KULTURNATION auf dem Balkan.
 

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